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  • »IACMSP« ist der Autor dieses Themas

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Registrierungsdatum: 17. April 2015

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Dienstag, 21. April 2015, 07:42

Abnahnungen müssen nicht sein!

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Liebe Kartonmodellfreunde!

Die Abmahnungen von Verkaufsshops von Kartonmodellen im letzten Monat haben einige Kartonmodellbauer mit Unverständnis aufgenommen. Dabei haben sie aber nicht bedacht, dass gerade diese Abmahnungen in ihrem Interesse sind! Denn diese Betreiber haben seit fast einem Jahr gegen das deutsche Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verstoßen! Und damit die Rechte der Kleinverlage sowie der Kleingewerbetreibenden, und auch des Kartonmodellbauers missachtet!
Daher waren die Abmahnungen gegen die Betreiber im Interesse der Verbraucher, hier also des Kartonmodellbauers, dieser Shops geboten.

Die Verantwortung für die Abmahnungen trägt natürlich der Abgemahnte, nicht der kamobo-Versand! Wer Anderes behauptet, begeht wissentlich eine falsche Tatsachenbehauptung und eine Rechtsverdrehung. Auch falsche Tatsachenbehauptungen sind abmahnfähig. Dies sollten Kommentatoren vor allem in den Foren beachten!

Viele Online-Händler haben die seit dem 13. Juni 2014 geltenden neuen Verbraucherrechte einer Untersuchung zufolge noch nicht ausreichend umgesetzt. 29 Prozent der untersuchten Shops hätten kaum bis gar nicht auf die veränderte Rechtslage reagiert, teilte die Zertifizierungsstelle Trusted Shops mit. Nur die "größtenteils notwendigen" Änderungen setzten demnach 34 Prozent der Shops um. Die Händler setzten sich damit einem hohen Abmahnrisiko aus, hieß es.
Die größten Mängel sieht das Unternehmen aus Köln im neuen Widerrufsrecht. "Die Shopbetreiber greifen nach wie vor auf veraltete Belehrungen zurück, und auch das vorgeschriebene Muster-Widerrufsformular ist oft nicht verfügbar", sagte Carsten Föhlisch von Trusted Shops. Das Unternehmen vergibt nach einer Untersuchung Gütesiegel an seine Kunden, zu denen unter anderem die Commerzbank, Kamobo(.de), Zalando und Bon Prix gehören. Für die aktuellen Ergebnisse untersuchte Trusted Shop 100 Online-Händler.

In den Ländern der EU war Onlineshopping unterschiedlich geregelt. Eine EU-Richtlinie zur Harmonisierung setzt Deutschland zum 13. Juni 2014 um. Für Verbraucher brachte das Vorteile, z.B. beim Bezahlen, aber auch Nachteile. z.B. bei Rücksendekosten.
Mitte Juni traten neue Regeln fürs Onlineshopping in Kraft. Sie betreffen insbesondere Vorschriften zum Widerrufsrecht und zu den Informationspflichten der Anbieter etwa beim Bestellprozess. Unverändert – auch bei grenzüberschreitenden Einkäufen – bleibt das Recht, Onlinekäufe binnen 14 Tagen zu widerrufen.
Neu dabei sind folgende Regelungen, die vom 13. Juni 2014 an gelten:

Bezahlen: Händler müssen mindestens eine gängige kostenlose Zahlungsmöglichkeit wie etwa Lastschrift oder Kauf auf Rechnung anbieten. Außerdem dürfen Anbieter bei der Nutzung von kostenpflichtigen Zahlungsmitteln nur Kosten weitergeben, die ihnen selbst tatsächlich auch entstehen.


Rücksendekosten:
Im Falle eines Widerrufs kann der Anbieter dem Käufer die Kosten fürs Zurückschicken unabhängig vom Warenwert vollständig auferlegen, wenn er über diesen Umstand vor Vertragsschluss zumindest auf seiner Webseite klar und verständlich hingewiesen hat. Die bisherige 40-Euro-Grenze, ab der Rücksendungen für den Verbraucher in jedem Fall kostenfrei sein mussten, entfällt. Der Händler kann sich aber natürlich nach wie vor bereit erklären, die Rücksendekosten zu übernehmen.
Hinsendekosten: Die vom Käufer ursprünglich bezahlten Versandkosten muss der Händler bei einem Widerruf in voller Höhe erstatten. Ausgenommen von dieser Regelung sind Kosten, die den Standardversand übersteigen, also etwa der Aufpreis für einen Expressversand. Verbraucher müssen den Experten zufolge keine Versandkosten zahlen, wenn der Verkäufer darüber nicht vor Vertragsschluss auf seiner Seite informiert hat.


Eindeutige Widerrufserklärung:
Käufer können ihr Widerrufsrecht nicht mehr ausüben, indem sie Waren einfach kommentarlos und fristgerecht zurückschicken oder die Paketannahme verweigern. Sie müssen den Widerruf des Onlinekaufs nun eindeutig erklären. Um das auch beweisen zu können, raten die Verbraucherschützer, grundsätzlich nur per E-Mail, Fax oder auf dem Postweg und nicht am Telefon zu widerrufen. In der Praxis genüge es für einen wirksamen Widerruf, der Rücksendung ein Widerrufsschreiben oder -formular beizulegen.
Länge des Widerrufsrechts: Künftig erlischt das Widerrufsrecht in jedem Fall spätestens ein Jahr und 14 Tage, nachdem der Kunde die Ware erhalten hat. Das bisherige unendliche Widerrufsrecht für den Fall, dass die Widerrufsbelehrung durch den Verkäufer unzureichend war, entfällt.

Zeitpunkt der Rücksendung: Bei Widerruf muss der Kaufvertrag binnen 14 Tagen rückabgewickelt werden. Das bedeutet, dass der Käufer die Ware innerhalb dieser Frist wenigstens auf den Rückweg zum Händler gebracht haben muss. Der Händler darf den Kaufpreis solange einbehalten, bis die Ware wieder bei ihm eingetroffen ist oder der Käufer zumindest einen Beleg für die Absendung vorlegen kann.



© heise online / Trusted Shops
Ergänzungen IACMSP












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