Micromodels Old London Bridge und Konstruktionsfehler?

  • .



    Liebe Kartonmodellfreunde,


    in einem Nachbarforum wird gerade ein Baubericht des Micromodels-Bogen
    „Old London Bridge“ veröffentlicht und ein vermeindlicher Konstruktionsfehler
    beschrieben. Als Herausgeber der Wiederauflagen der Original Micromodels-
    Bogen muss ich zu diesem Bericht doch einigens bemerken.
    So wird offensichtlich nicht ein Originalbogen verbaut, sondern Kopien eines
    Bogens, mit all seinen Unzulänglichkeiten die bei einem Scan anfallen.


    Im Jahr 2009 fand im Kartonmodell-Museum Heidelberg eine Sonderausstellung
    „Die Welt des Geoffrey Heighway“ statt.
    In dieser Ausstellung wurden auch Modelle der Old London Bridge ausgestellt.
    Einmal in der Art, die die Originalkarten ergaben und einmal in einer Größe,
    wo die Originalkarten von 9 x 13 cm auf die Größe von 29,7 x 42 cm vergrößert
    wurden. Selbst bei der riesigen Vergrößerung des Models traten die besagten
    Passerfehler nicht auf.


    Unten einige Bilder aus einem Baubericht zu der Old London Bridge und aus der
    Sonderausstellung.


    Die besagten Passerfehler sind nach meiner Meinung dadurch entstanden, dass
    ein Scan und nicht ein Originalbogen von Mocromodels London Ltd. verbaut wird.
    Es ist aus Bildern im besagten Baubericht ersichtlich, dass ein überarbeiteter
    Bogen mit neuen Texturen gebaut wird, der nicht den Originalbogen entspricht!
    Die engliche Firma D.G. Models hat sich hier die Freiheit genommen das Modell
    zu colorieren. Es handelt sich somit nicht um einen Originalbogen, sondon lediglich
    um die Interpretation eines Bogens von Geoffrey Heighway.


    Als Modellbauer sollte man sich immer im Klaren sein, dass man beim Verbauen
    von Kopien selten an das Original herankommt. Daher sollte man beim Kauf von
    Micromodels-Bogen auf die Originalversieglung der Bogen mit dem entsprechenden
    Siegel achten. Nur so erhält man einen original Micromodels-London Ltd. Bogen!
    Alles andere sind mehr oder weniger gute Kopien, wie der besagte Baubericht zeigt.










    Wäre beim Bau des Originalbogens eine Lücke von 3 mm aufgetreten, müsste
    diese bei der Vergrößerung des Models fast 3 cm betragen! Aber wie auf den
    Bildern ersichtlich besteht eine solche Lücke nicht. Es ist immer von Vorteil
    einen Originalbogen zu bauen, zumal der Originalbogen in der Preisspanne
    einer Kopie liegt!












    .

    “Der größte Gegner des Wissens ist nicht Ignoranz, sondern die Illusion, etwas zu wissen.” Stephen Hawking

     

    Meine IP-Adresse